Inhalt:

  • Aktuelles von der Reise

  • Hier gelagen sie zu den Unterkapiteln!

  • Kapstadt ( 30.7.2001)

  • Upington ( 14.8.2001)

  • zurück in Upington ( 21.8.2001)

  • Calvinia ( 9.9.2001)

  • George ( 19.9.2001)

  • Ficksburg (4.10.2001)

  • Nelspruit (16.10.2001)

  • Ballito (1.11.2001)

  • Fishhoek

  • Wieder Zuhause


  • Gästebuch

  • Kontakt

  • Links


  • Reisebericht

    ( der Reisebericht wird bald auch in englischer Sprache erscheinen)

    (This traveling impressions will come soon in english language)

    Am Sonntag dem 29.07.2001 ist es soweit. Der Bus ist schon kurz vor Kapstadt auf einem Containerschiff und die beiden Protagonisten der Reise starten ab Flughafen Düsseldorf ins nächste Abendteuer Afrika


    30.07.2001 Capetown, South - Afrika (Süd Afrika)

    Am Montag Morgen landet die Maschine auf dem International Airport Capetown. Ab geht es in den Backpacker in der Nähe der Waterfront. Die Sonne scheint und es herrscht eine angenehme Temperatur von 27°C. Was will man mehr. Auf geht es zur Waterfront um erst einmal zu entspannen. Bis Bald Hans Martin und Susanne.

    Wir sind in Capetown angekommen. Es ging alles sehr reibungslos und wir haben den Flug gut aber müde überstanden.

    Die erste Überraschung: Nicht nur Düsseldorf hat ein neues Flughafengebäude, sondern auch Capetown, wenn auch nicht soooo pompoes, aber es blinkt und blitzt genauso. Ja, und dann der Winter hier. Wir kommen aus dem heissen Sommer in Europa in den genauso heissen Winter in Südafrika, man glaubt es kaum. Die Schneeglöckchen blühen, du kannst Osterglocken kaufen nur an den Bäumen scheint irgend etwas nicht zu stimmen, sie sehen ganz kahl aus wie bei uns im Winter, und dann fällt es uns ein, es ist ja tatsächlich Winter. Was uns sonst aufgefallen ist nach unserem letzten Besuch vor 1 1/2 Jahren. In er City in Capetown und an der Waterfront, wir sehen vielmehr Schwarze einkaufen und bummeln und nicht nur an ihren Ständen ihre Sachen verkaufen oder im einfachen Dienstleistungsgewerbe arbeiten. Es scheint uns so zumindest hier in Capetown, dass das Miteinander immer selbstverstaendlicher wird. Allerdings in den Restaurants essen ueberwiegend Weisse und trinken ihre Biere. Ben, ein schwarzer Taxidriver ist sehr daran interessiert, wo wir herkommen und wie lange wir in Südafrika sein werden, und als wir ihn fragen wie es ihm geht, strahlt er übers ganze Gesicht und sagt: I am free, I am free, I can think what I want, I can say what I want, I can feel what I want, to be free that's the best you can have. Und dann sagt er: Es war und ist wie der Auszug der Kinder Israels aus Ägypten. es ist einfach wundervoll. Und ihr seht, wir bauen etwas Neues auf. Das Bauen ist auch wortwörtlich zu nehmen.

    An der Waterfront Richtung Hafen bauen sie ein riesiges neues Congresszentrum, es entsteht ein grosses Multimediazentrum fuer Robbenisland und vieles mehr. Auf dem Rückweg von Milnerton, wo das Office von Transworld Cargo, der Reederei ist, mit der unser Auto ankommen soll, fährt uns ein Weisser zurück. Er ist der Meinung, dass die Veränderungen in Südafrika nicht aufzuhalten waren, nach dem die Umbrüche in Russland und Europa die Weltlage veränderten. Aber er wolle nicht beurteilen, ob das, was hier im Lande geschehen ist, richtig oder falsch sei.

    Wir haben unser Auto. Gestern, also am Donnerstag vormittag haben wir es am Hafen abholen können. Es ist gesund und munter, wir sind einkaufen gegangen und nun sind wir startbereit zur ersten Etappe mit unserem Auto. Das heisst, wir starten nach Fishhoek an der False Bay, auf der Caphalbinsel und werden von dort noch einiges unternehmen auch hier in Kapstadt. Unseren Backpacker hier in Capstadt können wir nur empfehlen. Er heisst St. John's Waterfront Lodge, liegt in Green Point in Capetown, es gibt ein super englisches Breakfast, Windhoek Lager eine gute feste Matratze nette Leute und Iris. She is lovely. Die Grossi fährt wirklich mit. Es gibt jeden Tag etwas, das uns an sie erinnert oder wir von ihr anfagen zu reden. So, das war es fuer heute. Vielen, vielen Dank fuer die E-mails.Es ist schon super, so eine Kommunikation


    14.08.2001 ( Upington)

    Also, zuerst einmal allen ganz herzlichen Dank fuer die E-mails . Wir haben uns fast eine Stunde an euren Nachrichren erfreut.Das letzte Mal in Swellendam hatten wir riesigen Aerger mit dem dortigen Computer. Heute geht es hoffentlich besser. Das Wichtigste: es geht uns nach wie vor gut, um nicht zu sagen hervorragend. Das Wetter ist fuer uns optimal. Wir haben alles. In der Nacht Frost bis minus 5 Grad, tagsueber bis zu 27,5 Grad. Machmal ist der Himmel absolut blau, manchmal mit schoenen weissen Wolken , heute morgen war der Himmel bedeckt, aber jetzt scheint wieder die Sonne und Regen hatten wir auch schon ein bisschen. Das Essen: Gestern haben wir zum ersten Mal gebraait(gegrillt), riesige T-Bone Steaks, bei uns nicht zu bezahlen, hier spottbillig, mit Nederburg Rose Wein oder auch Windhoek Lager sehr zu empfehlen. Essen waren wir auch schon, wir haben ueberlegt, wann wir das letzte Mal so himmlisch gegessen haben auswaerts(Springbock, Strauss,Beef). Allerweltssachen machen wir natuerlich auch, wie schlafen, duschen, zaehenputzen, abwaschen, ein bisschen waschen, und einkaufen und tanken. Und dann gibt es natuerlich die absoluten Highlights| Auf der Caphalbinsel, von Fishoek an der Falsebay: es war eigentlich wieder nicht zu glauben, dass wir am Kap der guten Hoffnung stehen

    in Afrika, das mit dem Stehen war ein bisschen schwierig, es war ein solcher Sturm bei super Sonne, dass selbst wir nicht Leichtgewichte uns kaum auf den Fuessen halten konnten, und wahrscheinlich die Photos alle verwackelt sind. Auf dem Tafelberg waren wir, unglaublich das sich drehende cable car, und eine super Sicht, und dann in Robben Island. Wir sind sehr froh, dass wir vorher das Buch von Nelson Mandela gelesen hatten, der lange Weg zur Freiheit, solltet Ihr auch ohne RobbenIsland tun, beeindruckend der Guide im Prison, der selbst als Politischer dort 10 Jahre verbracht hat. Es kam mir vor als berichte er aus deutschen Konzentrationslagern, zumindest was wir davon wissen. Und dann ging es on the road nach Norden, ueber Swellendam, Oudtshorn, Beaufort West, Prieska und jetzt sind wir in Upington. Besonderes: das Einfache, wir haben die ersten Tiere gesehen, im Bontebocknationalpark, Bontebocks, Hartebeests(Kuhantilopen) Im Karoonationalpark, Hartebeest, wunderbare Springboecke, meine besonderen Lieblinge, Bergzebras und Strausse, wilde. Ein besonderes Erlebnis: beim Fahren entdeckte Hans Martin, wer sonst, eine Riesenschildkoete, wir haben, angehalten, sie war wirklich riesig, ganz grau, sehr alt und nach unserem Eindruck sehr weise. Affen haben wir auch schon beim Fruestueck vor unserem Auto herumspringen sehen, aber keine Baboons, sondern Meerkatzten. Das naechste einfache: die Blumen, bisher konnte ich, was nicht fuer Hans Martin gilt, Aloen nicht leiden . Aber ab jetzt, ich habe noch nie so viel rot bluehende Aloen gesehen, einfach so, die ersten Proteen bluehen, die ersten Wildblumen am Wegesrand, und nicht zu vergessen die rote Erde Afrikas und die Unendlichkeit km weit kein Mensch kein Auto nichts als struppige Buesche, verstreut Baeume alles mal dichter, mal hoeher, mal ganz wenig und absolut schnurgerade Strassen, die im Nichts enden. Das Schwierigere: Der Swartbergpass, ich lebe noch, Was fuer Hans Martin natuerlich gar keine Frage war, bei Nebel und ab und an Regenspritzern, ging es von 300m auf 1600m hoch, auf Piste, aber das ist es gar nicht, jeder Pass ist eigentlich etwas Gewaltiges, und dieser Pass ist sicher eine technische Meisterleistung, oben angekommen war es neblig und saukalt und ich schweigsam, aber hundert Meter tiefer riss die Nebeldecke, die Sonne kam und es war der grandiose Blick, von dem die Afrikaner wie die Touristen alle schwaermen und da es bluehende Proteen gab, ging es mir auch wieder gut. Und nun das schwierigste: die Menschen, vorab, ob schwarz oder weiss, sie sind alle unglaublich freundlich, nicht aufgesetzt, sondern ganz selbstverstaendlich. Wenn Du nach dem Weg fragst, nehmen sie dich mit, oder fahren voraus, damit wir auch ja ankommen. Sie sind alle neugierig auf unser A uto und so kommt man leicht ins Gespraech. Ein Tag war David -Tag, ein gerade geschiedener Mensch, so alt wie wir, Hobbyfotograf, Geschichtenerzaehler, aber gekonnt, seine Botschaft nach der Veraenderung im Land an uns: die Schwarzen wollen alle alles zu schnell. Eine deutsche Frau aus Dresden lebt seit 6 Jahren in Suedafrika, sie wuerde nie mehr zurueck nach Deutschland gehen. Sie hat jetzt eine Fruehstueckspension. Leider konnten wir sie nicht mehr besuchen, aber der Tip bei Jemina's Essen zu gehen in Oudtshorn war Gold wert. Zwei weisse Farmer, aelter ein bisschen als wir, sie sagen, die Schwarzen koennen und wollen sich nicht entwickeln. Sie bekommen Land, aber allles geht kaputt. Wir fragen uns, ob man ihnen auch die Hilfe und das Wissen angeboten hat, die noetig ist, um dieses Land zu bearbeiten. Ein paar wenige Schwarze gibt es, die gut sind. Ansonsten, alle Staedte und Staedtchen, es gibt den weissen Innenstadtbereich, meistens mit tollen Haeusern, es geht von sicher sehr reich bis einigermassen gut gesichert. Gegenueber auf der anderen Strassenseite, oder auf dem gegenueberliegenden Huegel oder einfach ausserhalb liegen die Wohnsiedlungen der Schwarzen, von einfachen Steinhaeusern, armseligen Huetten, auch nicht immer mit Strom und Wasser, bis hin zu Hauesern, wo man das Gefuehl hat, es geht ihnen nicht schlecht. Heute, 14.08.01 ist ein Ruhetag fuer uns, von wegen, muss ja Bericht geben, und morgen geht es weiter in den Kalahari Gemsbockpark. Uebrigens: Unser Auto rollt und rollt und Afrika ist gross.Ihr Leute, ihr Leute Bis demnaechst

    Bleibt alle gesund und seid herzlichst gegruesst von Susanne und Hans Martin


    Wieder in Upington, 21.8.2001

    Wir sind ziemlich k.o. nach den letzten 5 Tagen und wir sind heilfroh, dicke Schlafsaecke zu haben, die bis 10 Grad unter Null waermen. Nicht ganz so hoch waren die Minusgrade in der Nacht. Die Suedafrikaner laufen mit dicken Strickmuetzen, dicken Handschuhen und gefuetterten Schuhen morgens herum, das sieht fuer uns sehr witzig aus, zumal kurze Zeit spaeter wenn die Sonne richtig aufgegangen ist, es schnell sehr warm wird und tagsueber bis auf 25 -27 Grad ansteigt. Wie Ihr daraus ersehen koennt, stehen wir - sicher ueberraschend fuer viele von Euch - sehr frueh auf, zwischen halb sieben und sieben , und - wir gehen in der Regel sehr frueh ins Bett- zwischen neuen und halb zehn abends. Umgekehrte Welt eben. Schon ganz schoen zu verkraftende Temperaturunterschiede. Dabei ist die Luft ganz trocken, was uns gut tut, nur unseren Fingenaegeln nicht, die brechen ganz schoen zusammen. Wo waren wir also ? Wir waren im Kalahari Gemsbock Nationalpark oder jetzt richtiger Khagaladi Transfrontier Park. Die neue Benennung sagt aus, dass dieser Park ueber die Grenze zwischen Suedafrika und Botswana hinausgeht und beide Laender ihn zusammen unterhalten. Er liegt 250 km noerdlich von Upington und je weiter wir in den Norden kamen, desto phantastischer wurde die Landschaft, rote Sandduenenketten, mit hellgruenen Grasbuescheln, kleinen Straeuchern und wie hingemalt hier ein Baum und dort ein Baum. Zwischen den Huegelketten sanfte Taeler in allen Gruen und hellgelbfarben alles wie gemalt und natuerlich wieder alles in einer unendlichen Weite. Wenn wir Poeten waeren, wuerden wir wohl pausenlos Gedichte schreiben. 60Km vor dem Park geht's dann ab auf die Piste, und was fuer eine : Wellblech oder Waschbrett in der rappeligsten Art, selten ein Stueck festgefahrener glatter Sand und das Auto quietschte und rappelte und stoehnte, und unsere Nerven sind jedenfalls gegenueber denen der Suedafrikaner laengst nicht so gut, wir entschlossen uns jedenfalls an den schlimmen Stellen schritt zu fahren um dem droehnenden Geklapper zu entkommen. Wir wussten also nun, was uns in den naechsten 5 Tagen pistenmaessig erwarten wuerde. Fast waere unser ganzes Unternehmen so wie so gescheitert, als wir in Twee Rivieren, dem Eingang zum Nationalpark ankamen, wollten sie uns nicht reinlassen, weil es keine Schlafplaetze auf den Campingplaetzten mehr gab. Aber so leicht geben wir natuerlich nicht auf, und die Vorstellung 250 km wieder am gleichen Tag zurueckzufahren ist ja auch nicht gerade erheiternd. Um es vorwegzunehmen: Wir haben ueberall, wo wir hin wollten auch einen Platz auf den Restcamps bekommen. Sie waren freundlich, haben nichts versprochen, als es dann jeweils moeglich wurde, freuten sich alle Beteiligten. Das Problem, nicht mehr als 20 Plaetze auf einem Restcamp zuzulassen, obwohl die Plaetze riesig sind, hat mit dem Mangel an Wasser in dieser Region zu tun. Ja, und dann sind wir mindestens 500km im Park herumgefahren und ob die Landschaft oder die Tiere das Phantastischere war, koennen wir kaum sagen. Hervorzuheben ist: wir haben zwei Cheetahs(Geparden) gesehn, einen mit unserem Fernglas, das wir uns Gott sei Dank in Fishhoek gekauft haben, ganz wunderbar und einen etwas kleineren und an der Seite verwundeten ganz nah an der Piste, so dass wir ihn auch photografieren konnten. Und ansonsten jede Menge andere Tiere, und die Schakale schlichen um unseren Bus herum. Wir moegen die ja, die sind ganz schoen clever , Gemsboecke (Oryxantilopen), Gnus, Springboecke, Kuhantilopen,

    afrikanische Wildkatze (sieht aus wie Merlin) und.... Und die Landschaft ist wirklich fast unbeschreiblich, weite Flusstaeler - trocken - Baueme, gruene und abgestorbenene mit den bizarresten Formen rote Erde, Duenen, ..... Und einen superschoenen Abend haben wir am letzten Tag mit unseren Campingnachbarn verbracht, die mit einem Glas Wein zu uns rueber kamen und natuerlich erst, wo wir herkommen und unser Auto, was uns zu ganz vielen Gespraechen verhilft, denn es faellt ja auf und so etwas gibt es hier ja nicht - ja, das waren ganz offene weitsichtige weisse Suedafrikaner, die davon ueberzeugt sind, dass Suedafrika es schaffen wird, sowohl im Miteianander wie wirtschaftlich, die nicht einseitig die Kriminalitaet den Schwarzen zuordnen, sondern es als ein Problem von Schwarzen und Weissen ansehen. Ihre Kinder 12 und 16 lernen in der Schule Xhosa, ihre Muttersprache ist Afrikaans und Englisch sprechen sie natuerlich auch. Es war noch viel mehr, aber das fuehrt zu weit. Den ganzen Abend Englisch, auch das ist anstrengend fuer uns. Aber es war toll. Wenn es klappt, haben sie uns eingeladen , sie in Capetown zu sehen. Gestern nachmittag sind wir dann also wieder hier gelandet, und zu allererst zu Pick und Pay, um unsere sehr geschmolzenen Vorraete wieder aufzufuellen. Dann auf den uns schon bekannten Campingplatz mit der Palmtreeallee. Bevor das naechste Highlight, die Augrabiefaelle anstehen, machen wir einen Tag Pause und Nichtstun und mich erholen von dem Schrecken, dass mir gestern in meinen Orangensaft eine Biene reingeflogen ist und als ich trinken wollte, sie mich in die Lippe gestochen hat, der Stachel sass Gott sei Dank nicht sehr fest und Hans Martin hatte die glorreiche Idee mit einer eiskalten Windhoekbierdose diese kuehlend auf die Lippen zu druecken Es ist alle gut gegangen. Also bis demnaechst. Wenn jemand etwas zu fragen hat, kann er uns ja emailen.

    Bye, bye, und tschuess und tot ziens Susanne und Hans Martin


    Calvinia (9.9.2001)

    Was macht man an einem Tag, an dem der Winter in Suedafrika zuschlaegt und alle Ueberlegungen vom Vortag zu nichte macht. Es ist nicht nur nachts kalt, sondern auch tagsueber nicht ueber 5 Grad, der Himmel ist total wolkenverhangen, wie bei uns im November und es nieselt hin und wieder und regnet. Also , wir fragen, ob es in dieser Stadt oder besser Dorf Calvinia - Ihr hoert bzw.lest richtig, das Dorf ist nach Johannes Calvin benannt - ein Innetcafe gibt. Da sitzen wir nun und es ist der beste Computer, den wir bis jetzt vorgefunden haben. Also, wir sind ganz happy ueber die vielen E-mails, die wir bekommen und die vielen Leser unserer Website. Das freut uns natuerlich sehr und es macht auch Spass Euch weiter zu berichten. Seit unserer Kalahari Gemsbock Safari hat sich schon wieder viel getan. Das naechste Highlight waren die Augrabies Waterfalls, ungefaehr 150 km westlich von Upington, im Augrabies Waterfall Nationalpark. Der Orange River hat sich hier eine tiefe Schlucht gegraben und faellt hier rauschend in die Tiefe. Dazu hat er viele Nebenrinnen geschaffen mit vielen kleinen Nebenwasserfaellen. Klippschliefer spielen zu Massen auf den Wiesen und liegen faul in der Sonne auf den Felsen herum . Klippspringer begegnen uns und Hans Martin wird es auf einer einsamen Wanderung, die ich schon ahnenderweise nicht mit gemacht habe, etwas mulmig zumute vor den nicht gerade friedlich blickenden Baboons. Er kommt heil, aber schweissgebadet von der anstrengenden Wanderung durch Schluchten und ueber Wasserlaeufe zurueck.Und dann geht's weiter. Wir wollen, vor allem ich, unbedingt ins Namaqualand zur Wildbluemenbluete.

    Dazu sollte man wissen, dass das Namaqualand, im nordwestlichen Suedafrika , eine Halbwueste ist und es hier nur ganz, ganz wenig regnet.

    Es ist also nicht gesagt, wenn man im August bis Mitte September hierher faehrt, dass man auch wirklich Wildblumen zu sehen bekommt, denn die Voraussetzung ist, dass es vorher auf alle Faelle regnet. Wir haben Leute gesprochen, die die letzten Jahre hintereinander hierher gefahren sind und nichts war. Und wir? Es ist unbeschreiblich. Seit 40 Jahren, erzaehlen die Menschen, hat es nicht eine solche Explosion der Blumen hier gegeben. Und wir zweifeln nicht daran. Es ist adisisch, wunderbar, ein Spektakel der Natur, riesige Flaechen leuchten dunkel oder heller orange, gelb, blau, weiss, purpur, ocker, rot, oder alles durcheinander oder in Streifen hintereiander und wieder wie fuer Afrika typisch, unendlich oder so weit das Auge reicht.Soviel Schoenheit ist wirklich kaum zu verkraften und man ist atemlos. Um dieses adies ein wenig festzuhalten, habe ich fast alle meine Filme verkipst. Im Skilpad Natur Reserve haben wir fast einen ganzen Tag zugebracht, laufenderweise. Aber auch beim Fahren am Strassenrand kommst Du eigentlich nicht weiter, weil immer wieder die die Blumen uns in ihren Bann ziehen. Nur wenn die Sonne scheint, oeffnen sie ihre Blueten voll und das auch nur von ca 11 bis 15,00 Uhr.Aber mehr verkraften wir auch gar nicht. Dazu kommt eine ungeheure Vielfalt unterschiedlicher Blumen. Und das meint wohl auch der "liebe Gott ". Heute vor 2 Tagen, hat Gott beschlossen , es regnen zu lassen , das ist fuer die Blumen gut, weil sie dann laenger bluehen und nicht von der Sonne verbrannt werden und fuer uns wurde dieser Tag zu einem richtigen Abenteuer, das wir dank Hans Martins Fahrkuensten und unserem Allradbus gut ueberstanden haben.Eine Nebenstrasse, sprich Piste, durch die Berge mit mehreren Paessen - etwa hundert Kilometer weit - bei immer glitschigerem Untergrund brachte uns nach 6 Stunden und 19kmh Durchschnittsgeschindigkeit dann doch an unseren naechsten Zielort.

    Der erste wirkliche Einsatz unseres neuen Busses mit Allrad, nicht Sand, sondern Schlamm war die Bewaehrungsprobe. Ich war k.o. und Hans Martin war k.o. vom konzentrierten Fahren. Trotz Dauerregen haben wir aber auch auf dieser Fahrt riesige Blumenflaechen bewundern koenen. Inzwischen haben wir zwei weitere ernsthafte Einladungen bekommen. Einmal von zwei jungen Farmerfamilien, sie auf ihrer Farm zu besuchen, westlich von Pretoria. Das war ein sehr anstrengender Diskussionsabend, denn auch diese Farmer moechten eigentlich an der alten Zeit festhalten und das ganze wurde noch erschwert durch ein junges Ehepaar aus Leipzig.Wir haben unsere Meinung an bestimmten Stellen eingebracht und das Schoene war, dass sie nicht aergerlich wurden, sondern sie uns eingeladen haben. Die andere Einladung kommt von einem Ehepaar in unserem Alter, er Lehrer, die wir in ihrem Ferienhaus in Mossel Bay besuchen sollen. Nun muessen wir mal sehen, wie wir das machen. Es waere schon interessant, mehr ueber die Menschen und ihr zuhause zu erfahren. Nun stehen wir also hier in Calvinia, Wupperlal liegt auch in der Naehe, gegruendet von der Rheinischen Mission anfang des 19. Jahrhunderts und hoffen auf besseres Wetter, weil wir wieder durch die Berge auf Gravelroads fahren wollen.

    Also bis dann, Susanne und Hans Martin


    Outeniqua Choo Tjoe

    George, 19.09.2001

    Wenn wir so weiter machen wie in den letzten 3 Wochen, befuerchten wir schon, dass wir weder im Krueger National Park ankommen geschweige denn bei den Viktoria Faellen je anlangen. Das haengt damit zusammen, dass alles, Landschaften, Tiere und nicht zuletzt die Menschen so spannend sind, dass wir nichts auslassen wollen. Also sind wir sehr flexibel und entscheiden von Tag zu Tag, was wir jetzt tun. Manchmal ist es auch das Wetter, das uns dazu zwingt. Das letzte Mal habt Ihr was aus Calvinia von uns gehoert.Da mussten wir zum Leidwesen von Hans Martin schon darauf verzichten auf einer Gravelroad ueber die Paesse nach Wuppertal zu fahren, es hatte zuviel geregnet, und die Einheimischen warnten uns. So sind wir von dort ueber Clanwilliam direkt an die Westkueste nach Lambertsbaai gefahren auf den Campingplatz mit Meerblick und haben dort uns die im Deutschen sogenannten Toelpel

    Toelpel

    beguckt, die so heissen, weil sie beim Landen immer auf den Bauch platschen, urkomisch, und die dort mit Kormoranen zu tausenden auf einer Vogelkolonie wohnen. Und hier erschreckte uns am fruehen sonnigen Sonntagmorgen zum ersten Mal der Freudenschrei unseres Campingnachbarn: ein Wal, ein Wal. Aber zunaechst geht es weiter auf der Weinstrasse Suedafrikas, wo die meisten der weltberuehmten und wunderbaren Weine dieses Landes herkommen, an denen wir uns natuerlich bei Spottpreisen abends laben. In den Weinorten stehen teilweise ganze Strassen mit ihren Hauesern im kaphollaendischen Stil unter Denkmalschutz. Die Weissen wissen zu arbeiten und zu leben.! In dieser Gegend liegen auch riesige Citrusplantagen, wo die Orangen und Zitronen gerade reif sind und viele Obstplantagen, wo die Baueme aber fast alle noch kahl sind. Dann sind wir in Gordensbaai an der Suedwestkueste. Von dort geht es weiter an der Kueste nach Hermanus, Pearlybeach mit seinen Supermuscheln, Cape Aghulhas, dem wirklich suedlichsten Punkt Afrikas, von hier sind es noch 6000 km zum Suedpol. Stueckchen fuer Stueckchen robben wir an der Kueste weiter bis hierher nach George. Dieser Absatz ist fuer die Geographenfans gedacht. Die Highlights dieser Strecke waren die Wale, die Menschen und eine absolut suesse handbetriebene Faehre ueber den Breede Rivier, die noch einzige in Suedafrika, Die Wale:

    sie sind wirklich beeindruckend, ein Wal ist 10mal so schwer wie ein Elefant und es ist schon irre, wie diese schweren Tiere elegant aus dem Wasser springen oder mit ihrer Fluke winken. Wie Ihr seht, bin ich ganz schoen gebildet, aber dieses Wort habe ich gerade zum ersten Mal gehoert, Hans Martin weiss so was natuerlich immer. Diese Wale kommen zwischen Juli und November von der Antarktis hier in die Buchten der Suedkueste geschwommen, um hier ihre Babies zu bekommen, und wenn es ihnen dann im November hier zu warm wird, schwimmen sie wieder zurueck. Wir sind schon richtige Koenner im Walbeobachten geworden. Meist entdeckt man sie wie schwere dunkle Holzstaemme an der Wasseroeberflaeche. Marilyn, Jan, Herbert und Susanne. In Hermannus, dem Walort schlechthin haben wir uns den Luxux eines Guesthouse und Backpackers gegoennt, das Zoete Inval, . Susanne, eine junge Frau aus Stade und Goldschmiedin ist seit fast einem Jahr in Namibia und Suedafrika, aber ihre Geschichte ist eine eigene. Herbert, 32, deutscher Justizbeamter aus Westfalen travellete vor 4 Jahren 2 Jahre durch's suedliche Afrika und hat beschlossen, ganz privat im nagegelegenen Township von Hermanus einen Kindergarten zu bauen, d.h. gebaut haben ihn die Leute selbst und seinen jaehrlichen Urlaub verbringt er hier, um zu sehen, wie es den Kindern geht und was weiterhin noetig ist zu tun. Wir haben durch ihn die Moeglichkeit, einen Vormittag in diesem Township zu verbringen. Wer ueber das Projekt von Herbert mehr wissen will, der kann sich bei uns melden, um mehr Informationen zu bekommen. Marilyn, die dieses Guesthouse zusammen mit ihrem Mann managt, arbeitet auch ehrenamtlich mit den Menschen im Township. Das alles sind sehr duerre Worte, die weder die Athmosphaere wiedergeben noch wie beeindruckend das alles fuer uns ist, wir beschliessen aber, noch einen Tag laenger zu bleiben und am letzten Abend sitzten wir alle zusammen auch mit den anderen Gaesten, Hans Martin braait, Marilyn zaubert wunderbares Gemuese und einen hinreissenden Nachtisch und Wein gibt es natuerlich auch. Peter und Lorraine: Hans Martin hat die beiden letztes Jahr hier in George kennengelernt, er ist schwarz, sie ist eine coloured womean und wir besuchen sie in D'almeida ein coloured village in der Naehe von Mosselbaai. Wir haben unseren Besuch nicht angekuendigt und stehen mit unserem Bus vor ihrem kleinen hellgruenen Haus mit wunderbaren Blumen und einem Gemuesegarten davor und warten bis sie kommen. Wir haben noch nie zwei Menschen gesehen, die sich ueber einen Besuch so gefreut haben wie diese zwei. Es ist, wie sie sagen, die Ueberraschung ihres Lebens und sie koennen es kaum glauben, unbedeutend wie sie sind, dass wir sie tatsaechlich besuchen. Versprechen kann man ja viel. Es war unglaublich bewegend. Abends sind wir zusammen essen gegangen. Neben diesen herausragenden Begegnungen aber sind auch die Gespraeche in der Kneipe oder auf den Campingplaetzen spannend und wichtig. Das haben wir nicht zuletzt am letzten Dienstag gemerkt, als dieses schreckliche Attentat auf das World Trade Center und den Pentagon geschah. Mehrere Campingnachbarn kamen, um uns zu informieren, wir standen zusammen, diskutierten, sie luden uns ein in ihre Wohnmobile, damit wir einiges im Fernsehen sehen konnten ... Und alle hoffen, dass es besonnene Menschen gibt, die nicht nur Gegengewalt im Blick haben und ob scharz oder weiss, sie wuenschen sich hier mehr Menschen wie Nelson Mandela, den sie hier fast alle respektieren und lieben, fuer sie alle ist es immer noch ein Wunder, dass die Abschaffung der Apartheid ohne Buergerkrieg ablief. Zum Wetter nur so viel: wir haben alles, was man haben kann, Winter, Fruehling,Sommer, Sturm, so stark, dass mir im Auto Angst und Bange wurde, so hat er den Bus geschuettelt, Gewitter, prasselnden Regen, super Sonne. Alle Suedafrikaner sagen, dieses Jahr ist das Wetter absolutly unusual, es hat schlimme Konsequenzen fuer Kuehe, Schafe und game, weil tausende von Tieren erfroren sind, durch den Schnee und viele Hauptstrassen durch die Berge geschlossen wurden. Fuer Handbetriebene Faehre bei Malgas uns ist das Wetter insgesamt wie ein etwas durchwachsener Fruehsommer in den letzten beiden Wochen. Gestern war es mit dem Wetter auch nicht dolle, aber wir haben den Tag wunderbar im Outeniqua Tjoe Choo Museumszug verbracht, der von George nach Knysna dampft und durch Berge, am Meer entlang ueber Lagunen fuehrt. Uebrigens, Grossis markante Worte und Saetze haben wir bereits total unter uns aufgeteilt, sie werden also nicht verloren gehen und wir denken nach wie vor sehr an sie. Jetzt werden wir 5okm weiterfahren nach Buffelbaai direkt ans Meer. Man muss ja auch schliesslich Urlaub vom Urlaub machen.

    Also bis die Tage, Susanne und Hans Martin


    Ficksburg 4.10.01

    Ja, es ist Fruehling, die Forsythien , Blauregen, Obstbaueme, Laubbaueme, alles gruent und blueht und natuerlich das, was hier sowieso ganz anders ist, die Aloen, unsere Sommerblumen, die Kalla, Ihr wisst doch, diese weissen, furchtbar steifen und steril wirkenden Blumen, die bei uns als besondere Blume von besonders edlen Leuten zu besonders edlen Anlaessen verschenkt werden, ist hier eine Feld-Wald und Wiesenblume und ueberall, wo sie etwas Wasser bekommt, an Teichen, Strassengraeben macht sie sich breit, massenweise. So kann man sich im Edlen taueschen. Highlights: An der Gartenroute waren es die hinreissend liegenden Campingplaetze direkt am Meer und der Tzitzikama Naturalpark mit seiner super Haengebruecke und die super Muscheln. Kein Highlight dort war das Wetter, wie bei uns in einem schlechten Sommer an der Nordsee, allerdings mit unglaublich hohen Wellen. Aber seit wir das Meer verlassen haben, ist Afrikawetter. Dann kamen die Elefanten im Addo Elefantpark, 80km noerdlich von Port Elisabeth. Es war unglaublich, einige standen direkt neben dem Auto und ueberragten uns total. Ganze Herden mit Babies, und Teenagern, jedenfalls atemberaubend, abends war ich richtig geschafft. Der Lottogewinn aber waren 2 Black Rhinos in freier Wildbahn, die man ganz selten zu Gesicht kriegt und haesslich schoene Warzenschweine. Im Mountain Zebra Naturalpark waren es die ganz seltenen Kap Berg Zebras, die uns allerdings in gebuehrendem Abstand hielten. Die Landschaften ringsherum nicht zu erwaehnen, waere ein Fehler. Auch diese ist immer wieder beeindruckend. Und dann ging es immer weiter nach Norden ueber Aliwal North und Zasthron nach Lesotho, das Dach Afrikas. Und nicht nur, dass der Pass vor Malealea "Gate of the Paradise" heisst, der Weg nach Malealea und der Aufenthalt in Malealea war wirklich wie im Paradies. Die Landschaft, die Doerfer, die Menschen, haben eine solche Urspruenglichkeit, die man auf dieser Welt gar nicht mehr erwartet. Die Menschen in diesem Land sind sehr arm, aber da wo die Strukturen noch stimmen, sind sie absolut liebenswert und lassen einen Anteil nehmen an ihrer Alltaeglichkeit. Wir waren in ihren Huetten, haben Basothobier getrunken - sehr gewoehnungsbeduerftig - eine Sauberkeit in ihren Huetten und aussen herum, fuer uns unbegreiflich auch wie man sein Leben so bewaeltigen kann, viele Kinder haben nur noch ein Elternteil, bei anderen arbeiten die Vaeter in Suedafrika und kommen alle 2 Monate nach Hause und andererseits haben sie noch Visionen und wollen fuer sich und ihr Dorf etwas erreichen. Dabei hilft ihnen die Malealea Lodge mit Mick und Di Jones, die in Lesotho geboren sind und unter Einbeziehung des ganzen Dorfes ein System der geteilten Arbeit fuer Frauen, Maenner und Jugendliche mit ihnen aufgebaut hat, dass ausserordentlich beeindruckend ist. Mehr davon zu Hause. Es ist mehr als wir jetzt schreiben koennen. Ein Glueck jedenfalls, dass Karin und Martin uns schon so begeistert davon erzaehlt haben und es als ihr ganz persoenliches Paradies geschildert haben. Ueber Unterstuetzung der dortigen Arbeit besonders im Bereich der Erziehung koennen wir ja zu Hause mal weiter nachdenken. Nun geht's weiter nach Norden. Unser naechstes Ziel sind der Golden Gate Highland N.P.. die Drakensberge, der Krueger N.P. Uebrigens, wir freuen uns auch weiterhin ueber jedes E-mail und bedanken uns sehr fuer die bisherigen und auch fuer die darin enthaltenen Informationen. Und: wir haben natuerlich noch mehr Menschen kennengelernt, z.B. Hans und Dorette und Vera aus Dresden, die in Stellenbosch studiert, sehr spannend. Ach, eigentlich ist alles ein einziges Highlight.

    Macht's alle gut. Susanne und Hans Martin


    Nelspruit, den 16.10.01

    Seit Ficksburg ist wieder eine Zeit vergangen und wir hoffen, dass Martin den Bericht von dort empfangen hat. Da wir heute in den Krueger National Park starten wir haben es wirklich bis hierher geschafft , und wir nicht wissen, wann wir danach wieder auf ein Internetcafe stossen, noch einmal ein kurzes Lebenszeichen. Nachdem wir Lesotho in uns haben sacken lassen mit all den vielfaeltigen Eindruecken haben wir uns aufgemacht in die Drakensberge, zuerst in den Golden Gate Highland National Park in der Provinz Freestate und dann in den AMPHITHEATER

    wundervollen Royal Natal N.P. in der Provinz Kwa Zulu Natal . Der liebe Gott muss hier eine besonders schoepferische Phase gehabt haben. Diese Bergwelt ist absolutly beeindruckend. Ein ganzes riesiges Amphitheater aus Felsen hat er entstehen lassen mehr als weit ueber 1000 m hoch ueber unserem Campingplatz, der auch schon weit ueber 1000 m hoch war. Auf der Fahrt dorthin liegen viele kleine Doerfer mit traditionellen Rundhuetten . Wir wissen nicht, ob es den Menschen hier finanziell besser geht als in den Townships, aber die Athmossphaere ist freier und natuerlicher. Mit einem schwarzen Guide haben wir uns Bushman Paitings angesehen, die wir von ihm phantastisch erklaert bekommen haben und anschlieend waren wir in seinem Dorf bei einer Sangoma, einer Sangoma Heilerin in ihrer Huette, die uns erzaehlt hat, wie sie zu dem Beruf gekommen ist und dass viele zu ihr kommen, die schwierigkeiten in ihren Partnerbeziehungen oder andere psychische Probleme haben. Sie hat uns sehr ueberzeugt. Wichtig hier zu erzaehlen, bleibt noch dass wir drei Tage mit Susanne und Mark gereist sind, ein junges Paar aus Cape Town, wir haben abends zusammen gekocht - sie wollten uns unsere minimalistischen Abendessen abgewoehnen - es gab Sqwash und Butternut , Forelle und frischen Salat. In der letzten Woche, werden wir sie noch einmal in Cape Town sehen. Dann kam der hier von allen hier geliebte Bfyde River Canyon, ein tief eingeschnittenes Tal und hinreissende Ausblicke in die Tiefe, wie zum B. God' s Window und aehnliches. Hier sind wir in einen Kaufrausch geraten, bei den lokal Artists, man koennte auch prosaisch Souvernirverkaeufer sagen, aber das stimmt so nicht. Ihre Kreativitaet ist einfach schoen. So muessen wir nun in eingeschraenktem Raum reisen, weil ein riesiger Vogel - im Hinblick auf unser Auto -sich bei uns eingenistet hat. Was gibt es noch. Vielleicht dies. Einladungen auf den Campingplaetzen zum Sundowner und spannenden Gespraechen, Affen vor dem Fruehstueck und nach dem Fruehstueck und Kudus, die uns gut getarnt hinter Bueschen beim Fruehstueck zusehen. Und unser Auto hat einen Oelwechsel bekommen, damit es uns weiter so toll chauffiert und die Leute es weiter bewundern. Wenn wir Eintritt fuer die Besichtungen nehmen wuerden, haetten wir schon einiges zusammen. So, jetzt

    muessen wir los, sonst sehen wir heute ausser den Fruehstuecksaffen keine Tiere mehr.

    Bis die Tage, Susanne und Hans Martin


    Ballito, den 1.11.01

    hier sind sommerliche Fruehjahrstemperaturen , und bei Euch? Das heisst aber nicht, dass wir in diesem Land nicht daran erinnert werden, dass Weihnachten vor der Tuer steht. Wir koennten Euch hinreissend kitschigen Advents- und Weihnachtsschmuck aus den Supermaerkten mitbringen. Wollt Ihr. Dann solltet Ihr Bestellungen aufgeben. Dafuer erleben wir eine wunderschoene Bluete der Jacarandabaeume. Leider brauchen diese blaubluehenden Baeume ganz viel Waerme, da hat es wohl keinen Sinn, sie bei uns einzufuehren. Sehr schade. Ballito liegt am Indischen Ozean, 50km noerdlich von Durban und ist wohl eins der beliebtesten Badeorte, vergleichbar mit Mittelmeerkueste, Appartementhaeuser en masse, nicht ganz so riesig und auch nicht so mondaen. Hier sind wir gelandet, um ein wenig Luft zu holen, von den letzten 14 Tagen und zu waschen und zum Frisoer gehen. Der negative Grund ist, dass mir die Malariatabletten als Vorsorge nicht bekommen sind, aber jetzt hat sich wieder alles beruhigt, nach dem wir dahinter gekommen sind, dass es nur diese Tabletten sein koennen und ich sie dann vor ein paar Tagen rigoros abgesetzt habe, wir aber deshalb auch nicht laenger in den Risikogebieten bleiben wollten. Schon vorher haben wir beschlossen, nicht mehr zu den Viktoriafaellen zu fahren, weil ich vor allem mit den vielen unglaublichen Eindruecken und Erlebnissen bis oben hin voll bin, dass es einfach zu viel und auch zu schade ist, noch mehr draufzupacken. So haben wir schon beschlossen, dass die naechste Reise sein muss. Jetzt der positive Grund: der Krueger Nationalpark. Es ist eine besondere Welt, diese Nationalparks und dieser ganz speziell. So gross wie Belgien faehrst Du Tag fuer Tag, durch Buschland und bist gespannt, was dir hier alles aus Gottes riesigem Schoepfungspotential ueber den Weg laeuft oder am Wegesrand sich raekelt, wie etwa die drei riesigen maennlichen Loewen, faul wie Leo.

    Aber die 10 Tage nun mal zusammengefasst Loewen, Bueffel, 7 Rhinos(Nashoerner) Elefanten, hinreissende Giraffen, Warzenschweine, haesslich und deshalb schon wieder richtig schoen, Nicht zu vergessen, unzaehlige Hippos(Nilpferde), die koennen sich uebrigens im Wasser rumdrehen, und mit den Beinen strampeln, Krokodile auch faul, und Zebras, die mag ich besonders, Gnus, Antilopen, besonders die unzaehligen Impalas, aber dann auch wuenderschoene bunte Voegel, Sattelstoerche, Hornraben, Nimmersatt, und und und .... Abends waren wir jedesmal todmuede, es ist unendlich anstrengend, nur ja nichts zu uebersehen, wie z. B. die Pillendreher(Mistkaefer) und hans Martin musste ja auch das Auto noch lenken im Schritttempo und dass so jeden Tag 150km. In den Camps abends merkten wir dann, dass wir doch noch in dieser Welt lebenHier haben wir Janni, Judi und ihre Mutter kennengelernt und einen ganzen Abend mit ihnen verbracht und Ralf aus Essen.

    Grossmaul Flusspferd

    Nach 9 Tagen sind wir wieder aus dem Buschland aufgetaucht und uns auf den Weg nach Swasiland gemacht. Ein kleiner Staat, nicht ganz so eine Enklave wie Lesotho, aber mit 2 Landesgrenzen, Suedafrika und Mozambique. Man spuert, dass hier die Appartheid nicht gegriffen hat. Die Menschen sind locker und in derb Hauptstadt Mbabane vor allem ist es uns aufgefallen, sehr selbstbewusst. Zur Zeit haben sie riesige Strassenbauprojekte vorgesehen, autobahnmaessig. Gesehen haben wir von der Landschaft nicht so viel, mehr durch den Nebel geahnt, dass sie sehr schoen ist. In Mbabane habe ich heisshungrig Spaghetti gegessen, das hat meinen Magen und Darm auch nicht beschwichtigt und mit meinem Elan war es auch nicht so besonders bestellt und das Wetter hat auch nicht so zur Aufheiterung beigetragen. Deshalb mussten wir alles kompensieren, indem wir mal\ wieder richtig auf einem local markt eingekauft haben. Nach zwei Tagen waren wir wieder zu Hause, d.h. in Suedafrika, so ein bisschen ist es wrklich so und sind nun durch die Provinz Kwa Zulu Natal gefahren eine wunderschoene bergige und huegelige Landschaft, die vor allem dadurch sich von den bisherigen Provinzen unterscheidet, weil hier die afrikanische doerfliche Struktur mit strohgedechten Huetten (rund oder auch viereckig und immer mehrere zusammen) erhalten geblieben ist, dazu kleine bestellte Felder. Eine Besonderheit noch: wir waren im Itala Game Reserve, ebemfalls ein Park mit allen Tieren(ohne Loewen), er hat uns landschaftlich und vom Tierreichtum absolut beeindruckt (7 Nashoerner an einem Tag)

    Nashoerner

    und ist sehr zu empfehlen. Uebrigens ganz vielen Dank fuer die E-mails. Wir sind jedemal hingerissen von Euch zu hoeren. So, meine Haut an den Fingerkuppen schreit aufhoeren.

    Bis die Tage, Susanne und Hans Martin


    Fishhoek, 19.11.01

    In den letzten drei Wochen ist weiter, wie Ihr Euch denken koennt, einiges passiert. Endlich hat das suedafrikanische Dauerreden und schon Herbeireden der furchtbaren Kriminalitaet hier im Lande gefruchtet. Also, in Durban, an einem heissen Tag: die Stadt gefaellt uns gut und wir erkunden die Stadt zu Fuss.Am ungeheuer belebten Strand, an dem sich alles tummelt, Einheimische, Schulklassen, Touristen endlich viele Verkaufstaende, will Hans Martin ein Foto machen und da greift ihm doch so ein Luemmel in seine Hosentasche und klaut ihm daraus die Kreditkarten und die Autoschluessel...Hans Martin ist schnell, aber nicht schnell genug, die Kreditkarten laesst er vor Schreck wieder fallen aber dann laueft er mit den Schluesseln davon, Hans Martin hinterher, vor Wut beeindruckend schnell, aber na ja, aber da kommt ein anderes nettes Luemmelchen und verspricht ihm zuckersuess, er haette die Schluessel gesehen und wenn Geld, dann Schluessel zurueck. Wir verlangen erst Schluessel und dann Geld und es klappt, mit 5,00 Dm waren wir dabei. Am Auto zurueck, mussten wir festellen, dass andere Strolche versucht haben unsere Markise am Auto abzureissen, aber auch dazu waren sie zu dumm. Die Halterungen mussten wir allerdings mit Hilfe eines Handwerkers gerade biegen lassen. Das war Durban. In Port Shepstone, suedlich von Durban, haben wir Station gemacht, Hier faehrt der beruehmte Banana Express, eine BANANA-EXPRESS Dampflokeisenbahn, leider bei uns nur mit Diesellok. Aber es war trotzdem schoen. Hier muss ich einschieben, falls jemand je gedacht haben sollte, dass es in Suedafrika immer schoenes Wetter und der Himmel immer blau ist, was die meisten glauben, die hierher kommen, dann sehen unsere entschieden anders aus. 1. Der Himmel ist selten einfach nur blau. Da oben tobt eigentlich immer das Leben, wenn das Wetter freundlich gesinnt ist, dann gibt es tolle weisse Wolkengebilde, die kommen und gehen, wenn nicht, hast Du alle Grautoene von schwarzgrau bis zu einem fast transparenten Schleier der hin und her weht.. Und wenn du nicht weisst, wie wohl die Sintflut war, dann kannst du hier 13 Stunden am Stueck wolkenbruchartigen Regen erleben. Der hatte zur Folge, dass unser Auto statt 70l Diesel 70l Wasser zu schlucken bekam, und das passte ihm gar nicht und streikte.Das Hat fast einen Tag gedauert, bis das Wasser wieder raus war. Danach hatte ich keine Lust mehr auf Camping in nasser Natur und absolut glischigen Stassen und wir leisteten uns den Luxus einer Hoteluebernachtung mit Bar und Restaurant in Kokstadt am Rande der suedlichen Drakensberge, in denen wir vorher auch noch 2 super schoene Tage mit "Wandern" zu gebracht haben. Zu der Fahrt durch die Transkei, dem ehemaligen Homeland, das jetzt zur Provinz Eastern Cape gehoert, dort ist auch Mandela geboren und aufgewachsen und auch Steve Biko, dazu muesste man ein eigenes Kapitel schreiben Wir sind dann langsam ueber East London, Port Elizabeth und die Gardenroute - Wilderness Park zurueck mit immer sehr durchwachsenem und viel regnerischem Wetter bis nach Stellenbosch im Weinland und haben dort Vera besucht, die wir im Addo Elephent Park kennengelernt hatten und in Stellenbosch an der Universitaet Soziologie studert. Das war ein ganz wunderbares Wochenende mit ihr und ihrer Freundin, an dem wir sehr viele neue Informationen bekommen haben und sie hat fuer uns organisiert, dass wir im Township an einem Xhosa Gottesdienst der Presbyterian Church teilnehmen konnten, zu dem uns Malibongwe mitgenommen hat, ein Student der vergleichenden Religionswissenschaften und Development. Es war sehr bewegend. Es war ein tolles Wochenende, das wir den beiden verdanken. Und wir haben im Dorphuis geschlafen, super und in die Volkskombuis gegessen. Das naechsteWochenende werden wir ebenfalls im Weinland verbringen mit Susanne und Mark. Jetzt, hier i n Fishhoek am Atlantik, auch hier das Wetter na, ja... werden wir uns von unserer Reise anfangen auszuruhen damit wir "erholt" nach Hause kommen. Auch darauf freuen wir uns.

    Susanne und Hans Martin


    Wieder Zuhause

    Ja, wir sind wieder zu Hause und das schon seit 1 1/2 Monaten und die Versuchung ist gross, einfach nicht zu Ende zu schreiben. Aber das waere auch wieder zu schade. Wie Ihr also alle seht, sind wir gut am 1. Dezember wieder in Duesseldorf gelandet, wo uns Martin und Karin morgens abgeholt haben und das Wetter war genauso wie wir es uns vorgestellt haben, grau , nasskalt und unfreundlich. Aber richtig beendet war unsere Reise natuerlich erst, als auch unser Auto seine Seereise beendet hatte. Das hat Hans Martin am 4.Januar in Bremerhaven abgeholt. Schon in Suedafrika hat mit Michael Hendrix von der Firma Trans World Cargo in Cape Town alles hervorragend geklappt. Am selben Tag, an dem wir nachmittags abgeflogen sind, haben wir morgens unser Auto zum Hafen gefahren, waren beim Zoll und haben dann zugesehen, wie unser Auto in den

    Container gepackt wurde und wir es seinem Schicksal ueberlassen haben.Der Service der Firma beinhaltete auch, dass wir zum Flugplatz gebracht wurden. Alles super und auch hier hat die Firma Interglobal Shipping Gmbh in Bremen prima gearbeitet. Zu den letzten Tage in Suedafrika. Nachdem wir bei Vera in Stellenbosch gewesen sind,sind wir zurueckgekehrt nach Fishhoek, wo wir sozusagen unsere Reise begonnen haben und haben angefangen, Abschied zu nehmen. Wir haben die Pinguine in Boulders

    auf der Kaphalbinsel besucht, der noerdlichsten Kolonie dieser Tiere auf dem Festland, waren in Kirstenbosch, dem wunderschoenen botanischen Garten, wo wir uns noch einmal satt gesehen haben an den wunderschoenen Proteen, deren Hauptbluetezeit gerade jetzt war und haben dem Kap der guten Hoffnung einen Abschiedsbesuch gemacht, dieses Mal ohne Wind, aber bei strahlendem Sommerwetter. Vor dem Eingang zum Nationalpark hatten wieder viele Local people ihre Verkaufsstaende und jetzt haben wir auch noch einmal unsere Menagerie im Auto vervollstaendigt. die kann man jetzt hier im blauen Haus bewundern. Das letzte Wochende sind wir dann noch einmal ins Weinland gefahren, nach Greyton zu Susanne und Mark, die dort ihr Ferienhaus haben. Auf dem Weg dorthin waren wir in Genadendal. Dort hat die Moravian Church (Herrenhuter Bruedergemeinde) ihr Missionszentrum. Heute steht der ganze Komplex unter Denkmalschutz. In der Kirche probten gerade die Kinder ein Weihnachskrippensspiel, Maria und Josef, das Kind - alle schwarz.Ein sehr schoenes kleines Museum, mit der Geschichte des Ortes und eins mit der Geschichte der Druckerei.In Greyton selbst haben wir ein ganz entspanntes Wochenende

    mit Susanne und Mark verbracht. Der Ort liegt wunderschoen von Bergen umgeben mit vielen kleinen Haeusern im kapphollaendischen Stil, mit Galerien,huebschen Geschaeften, ein aufstrebender Ferienort. Und dann ging es zurueck nach Cape Town, in unseren uns schon bekannten Backpackers, in der Naehe der Waterfront. Hier haben wir bei phantastischem Sommerwetter die letzten 5 Tage verbracht, mit Gammeln und Lesen, mit Shopping. Mit Susanne und Mark haben wir uns noch einmal zum Essen verabredet. Da waren wir in einem wunderbaren afrikanischen Restaurant, das von einem Schwarzen gefuehrt wurde, mit hinreissender afrikanischen Musik. Und das erste Mal sahen wir genauso viel Schwarze wie Weisse beim Geniessen der koestlichen Speisen und Weine. Das laesst uns fuer die Zukunft dieses Landes doch hoffen, auch wenn wir wissen, dass es in dieser wunderschoenen Stadt anders zugeht als auf dem Land. Aber das ist ja auch uns nicht unbekannt. Ein besonderes Abschiedsgeschenk war unser Treffen in Cape Town mit Biggi und Wolfgang unseren Freunden hier in Essen. Sie waren in Cape Town, um dort Mode zu fotografieren und dieses nicht zum ersten Mal. An unserem letzten Abend haben die beiden uns mitgenommen zu ihrer Lieblingsstelle, und dort haben wir auf einem sonnenwarmen Felsen zugesehen wie die Sonne am Kap ins Meer abgetaucht ist. Ja, und jetzt sind wir wieder hier.Die ersten Bilder sind da, und unser Plan steht fest, einmal werden wir noch wieder ins suedliche Afrika reisen.

    Susanne und Hans Martin

     

     


     

    Links

    katimo.de   (Mit einer KTM quer durch Afrika - 1999 - 2000)       

    siggitours.de ( Fahren sie mit einem Mercedes G durchs südliche Afrika)

    africaon ( Informationen rund um den afrikanischen Kontinent)

    limited horrizon (Websites rund ums Reisen in aller Welt)

    woick ( Outdoor - Ausrüstung für alle Zwecke)

    daerr ( Outdoor - Ausrüstung für alle Zwecke)

    Das  Auswärtige Amt ( Reisewarnungen )

    DSE ( Deutsche Stiftung für Entwicklungshilfe)

    Hiv - Net ( Dir größte Bedrohung des afrikanischen Kontinents - HIV - Aids)

    Universität Botswana ( kann ja nicht Schaden)




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